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Geschichtliches über das Dorf Appenzell



Bild der Landsgemeinde Appenzell

Der Hauptort Appenzell liegt in der Talmulde der Sitter, von sattgrünen Hügeln umrahmt. Er ist im Stiftungsbrief der Pfarrkirche vom Jahre 1071 erstmals erwähnt und umschliesst das Gebiet des ehemaligen «Hofes» Appenzell. Die Bewohner des Dorfes werden aus diesem Grund noch «Hofer» genannt. Um das Jahr 600 kam von Irland her der heilige Gallus als Glaubensbote in die Gegend des Bodensees, liess sich in St. Gallen nieder und brachte mit seinen Gefährten dem ganzen Gebiet der Ostschweiz den christlichen Glauben. Die damalige Zugehörigkeit von Appenzell zum Kloster St. Gallen stützt sich zum grössten Teil auf Erwerbung durch Rodung und Schenkung. Die heutige Einwohnerzahl des Hauptortes beträgt rund 6'000 (Dorfkreis). Verschiedentlich zerstörten grössere Brände fast das ganze Dorf Appenzell: 1291 brannte die ganze Anlage des «Hofes», 1400 und 1560 zerstörte ein Dorfbrand 170 Firste, darunter 135 Häuser, und 1701 wurde der Dorfteil in der Nähe des Landsgemeindeplatzes ein Raub der Flammen. Mit der traditionellen Landsgemeinde, dem Sitz der kantonalen Verwaltung und dem repräsentativen Rathaus, wo der Grosse Rat jährlich fünfmal zusammenkommt, bildet Appenzell das politische und wirtschaftliche Zentrum. Seit 1353 besitzt der Ort das Marktrecht. Appenzell mit der Landeskirche St. Mauritius bildet aber auch den kirchlichen Mittelpunkt des Landes. Das Dorf ist von ländlichem Charakter geprägt, auch wenn es vereinzelt städtische Züge aufweist. Es gibt keine ganz geschlossene Dorfanlage. Lockere Häusergruppierungen ordnen sich um den innersten Kern und bilden den Übergang zur Streusiedlung. Im Süd-westen des Dorfes entwickelte sich seit dem 15. Jahrhundert eine lockere Siedlung kleiner Appenzeller Häuschen, die auf die einstige Armenstiftung, die Stiftung Ried von 1483, zurückgeht. Heute wird das Dorfbild von Appenzell überragt durch die markante Pfarrkirche (1824/25) mit dem spätgotischen Chor und dem wuchtigen Turm (1488) sowie durch viele stattliche Häuser wie Rathaus, Klosteranlagen und andere historische Bauten. Die Be-zirksgrenzen wurden 1872 nach den alten Rhodsgrenzen festgelegt. Deshalb gehört heute noch ein Teil von Appenzell (Blumenrain) zum Bezirk Rüte und ein Teil (Forren) zum Bezirk Schwende. Darum hat auch die Feuerschaugemeinde als älteste Gemeinschaft als Zweckverband überlebt.